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Zu Besuch bei Fairtrade-Baumwollbauern in Gujarat/IndienFairtrade Baumwolle

Baumwolle ist Baumwolle ist Baumwolle. Man sieht einem fertigen Shirt nicht an, ob daran Blut klebt, Kinderhände mit im Spiel waren oder Pestizide enthalten sind.

Deshalb stellen wir zusammen mit Fairtrade Deutschland/MaxHavelaar sicher, dass die Baumwolle schon von Anfang an- also vom Anbau bei unseren Kooperationspartnern - nach Fairtrade-Kriterien produziert werden.
Wichtig dabei: wir verlassen uns nicht auf Zertifikate, sondern besuchen „unsere“ Bauern auch.

Stichwort Kinderarbeit: was viele nicht wissen, ist, dass die Mehrzahl arbeitender Kinder nicht bei Nähereien zu finden ist, sondern auf den Feldern- als Erntehelfer oder Pestizidsprayer.
Fairtrade Deutschland/MaxHavelaar stellt sicher, dass die am Fairtrade-Programm beteiligten Bauern bzw. Bauernkooperativen keine Kinderarbeit auf ihren Feldern zulassen.

Stichwort Mindestpreise: Das Problem mit den Baumwollpreisen ist komplex, vereinfacht lässt es sich so darstellen: v.a. amerikanische Landwirte erhalten massive Subventionen für den Baumwollanbau, dies führt im Markt zu dauerhaft niedrigen Preisen, teilweise unter den Gestehungskosten der Baumwollbauern in anderen Ländern wie Indien oder dem afrikanischen Kontinent. Diese können dann die für Saatgut und Dünger aufgenommenen Kredite nicht zurückzahlen und verarmen so. Zahlreiche Suizide sind die Folge.
Fairtrade Deutschland/MaxHavelaar stellen dem das Konzept der Mindestpreise entgegen. Baumwollbauern erhalten garantierte Preise, die über den Produktionskosten liegen. So haben die Bauern die Sicherheit, von ihrer Hände Arbeit leben zu können. Steigen die Marktpreise (wider Erwarten) über die Mindestpreise, so zahlen wir natürlich den höheren Preis.
Zusätzlich bezahlen wir eine Prämie, mit der die Bauernkooperativen in ihren Gemeinden Projekte finanzieren können, die dem Gemeinwohl dienen: regensichere Krematorien, saubere Trinkwasserversorgung, Schulhäuser, Fortbildung für Frauen, um nur einige der Projekte zu nennen.

Stichwort Entwicklung: unser Ziel ist eine breitere Verwendung von Biobaumwolle. Dass Bauern sich die Umstellung vorstellen und leisten können, ist viel Überzeugungsarbeit (zumindest in der Anfangsphase) notwendig. Zusammen mit Fairtrade Deutschland/MaxHavelaar bezahlen wir deshalb auch eine weitere Prämie für Biobaumwolle (Produkte von 3FREUNDE sind ausschliesslich auch Fairtrade-Biobaumwolle gefertigt). Gleichzeitig unterstützen die Experten von Fairtrade Deutschland/MaxHavelaar die Baumwollbauern bei der Umstellung auf natürlichen Dünger, Regenwasserrückhaltung (für Trockenperioden) und Informationen über natürliche Feinde von Baumwollschädlingen.

Fairtrade zertifizierte Baumwolle setzt also da an, wo die Probleme immer noch am Größten sind: bei den Bauern.
Aber auch die weiteren Produktionsstufen werden anhand der Fairtrade Deutschland/MaxHavelaar Kriterien geprüft. So gilt für alle weiteren Produktionsschritte:

  • keine Diskriminierung
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Verbot von Zwangsarbeit
  • Recht auf Organisationsfreiheit und kollektive Tarifverhandlungen
  • Zahlung von Mindestlöhnen, die den gesetzlichen oder den Branchenstandards   entsprechen
  • Gewährleistung von Gesundheits- und Sicherheitsschutz am Arbeitsplatz
  • geregelte Arbeitszeiten (Höchstarbeitszeiten)
  • soziale Sicherheit/Arbeitsverträge

 

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